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Mobirise

Liebe Besucher der Kleinkunstbühne Lauterbach, liebe „Brettl“-Freunde, 

seit März 2020 ruht weitgehend das kulturelle Leben, auch die Kleinkunstbühne Lauterbach steht seitdem still. Die anhaltende Corona-Pandemie erschwert seitdem Künstlern, Kulturschaffenden und Kleinkunstveranstaltern das bisherige Leben. Vor allem dann, wenn die zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten und Spielstätten ein durchgängiges und verantwortbares 3-Stufen-Hygienekonzept, wie vom Bayerischen Gesundheitsministerium gefordert, nicht zulassen.

Im Gasthof Straub in Pfaffenhofen (die „Heimstätte“ unserer Kultur- und Kleinkunstbühne), im Zehentstadel Pfaffenhofen, im Lauterbacher Pfarrhof, in der Lauterbacher Turnhalle und auch in der Alten Synagoge in Binswangen können wir zwar mit wenigen Besuchern den notwendigen Abstand zueinander einhalten und auch umfangreiche Hygienemaßnahmen unter großem Aufwand umsetzen. Allerdings können wir kein ausreichendes, gefahrenfreies und verantwortbares Lüftungskonzept vorlegen, das einen entspannten, sicheren und sorgenfreien Besuch einer Kleinkunstveranstaltung ermöglicht. Unsere engen, niederen und kleinen Räume mit wenigen Fenstern und Türen verhindern einen dauerhaften sowie zirkulierenden Luftaustausch.

Lediglich die Riedblickhalle in Buttenwiesen besitzt eine technisch funktionierende Be- und Entlüftungsanlage, die eine Kleinkunstveranstaltung theoretisch ermöglichen würde. Allerdings dürften selbst bei einer „grünen“ Corona-Ampel (Inzidenzwert < 35 von 100000) nur maximal 200 Besucher trotz 600 vorhandener Plätze zugelassen werden. Bei einer „gelben“ Corona-Ampel (Inzidenzwert >35 und < 50 von 100000) wären es noch 100 Besucher, bei einer „roten“ Corona-Ampel (Inzidenzwert > 50) blieben noch 50 Plätze übrig. Bei weniger als 150 Besuchern stellt sich allerdings sowohl für Künstler als auch für den Veranstalter bereits die ökonomische Sinnfrage aufgrund eines hohen personellen, technischen und materiellen Aufwands für die Umsetzung eines ausgeklügelten Hygienekonzepts, das Besucher, Veranstalter und Künstler dauerhaft auf Distanz hält. Lassen sich jedoch Freude, Emotionen und entspannte Unterhaltung in der gegenwärtigen, distanzierten, corona-bedingten Atmosphäre und in einem Ambiente, das eher einem „Hochsicherheitstrakt“ ähnelt, ungehemmt und sorgenfrei ausleben? Wohl eher nicht!

Zudem haben der seit 2. November geltende bundesweite „Lockdown“ sowie das damit zusammenhängende Veranstaltungsverbot alle bisherigen Überlegungen und weiteren Planungen über den Haufen geworfen. Die Kleinkunstbühne Lauterbach hat nach vielen Abwägungsprozessen dieser Entwicklung Rechnung getragen und mit der Mehrheit ihrer aktiven Mitglieder bereits Ende September einen demokratischen Grundsatzbeschluss gefasst, der da lautet:

„Wir tragen für Künstler, Besucher und uns selbst eine hohe Verantwortung für den Erhalt von Leben und Gesundheit. Wir wollen als öffentlicher Veranstalter unserer Vorbildfunktion im Hinblick auf die Eindämmung der Corona-Pandemie gerecht werden und gemeinsam verhindern, dass sich dieses für den Menschen so gefährliche Virus weiter ungehindert verbreiten kann. Auch wenn uns bewusst ist, dass durch den momentanen Stillstand die Existenz vieler Künstler und Kulturschaffenden gefährdet ist, so sehen wir das Grundrecht auf Leben und körperlicher Unversehrtheit aller Kulturbesucher als höchstes Gut an.“

Wir fordern deshalb in erster Linie die Politik auf, als primärer Krisenmanager zu agieren und dafür zu sorgen, dass unseren Künstlern und Kulturschaffenden mit ausreichender finanzieller Unterstützung für einen absehbaren Zeitraum die größten Sorgen Nöte genommen werden.

Es kann nicht sein, dass Politik sowohl den professionellen als auch den ehrenamtlichen Kultur-Bereich sich selbst überlässt!

Schweren Herzens werden wir unsere Aktivitäten bis ins Frühjahr 2021 einstellen und dann ab Mai 2021 mit neuem Schwung, neuen Ideen und noch besseren Konzepten einen neuen Anlauf wagen mit viel frischer Luft oder an der frischen Luft! Und natürlich auch in der Hoffnung, dass wir eines Tages vielleicht doch das Schlimmste dieser Corona-Krise überstanden haben!

Bis dahin bitten wir Sie:

Bleiben Sie uns treu und behalten Sie bitte Ihre bereits gekauften Tickets. Diese behalten für den neuen Termin ihre Gültigkeit und sind bereits jetzt die beste Unterstützung für unsere Künstler und auch die Kleinkunstbühne Lauterbach!

Mit drei Wünschen und Bitten möchte ich Sie in eine längere Winterpause entlassen:
  • Bleiben Sie achtsam im Umgang miteinander!
  • Bleiben Sie diszipliniert!
  • Bleiben Sie vor allem gesund!

    Es wird mit Sicherheit auch ein kulturelles Leben nach der Corona-Krise geben! Dafür werden wir von der Kleinkunstbühne Lauterbach in vorderster Front sorgen und Sie auf Ihre Plätze zurückholen!

    Herzliche Grüße,

    Gerhard Sauter,
    Leiter der Kleinkunstbühne Lauterbach,

    06.11.2020

    Kontakt:
    sauter.gerd@gmx.de
    0151 / 41 87 44 05